Saunagemeinschaft


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Saunakultur in Deutschland
 

Der Besuch eines Saunabades beginnt mit dem Duschen und gründlichen Abtrocknen; vor dem ersten Saunagang
sollte die Hautoberfläche wieder trocken sein, da sonst das Schwitzen verzögert wird.


In der Aufguss-Sauna herrscht eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit, bei 100 Grad Celsius an der Decke 2-5% relative
Feuchte. Dem Aufgusswasser werden häufig ätherische Öle beigefügt. In Deutschland wird der Wasserdampf oft mit
einem so genannten Wacheltuch verteilt. In Finnland ist dieser Brauch unbekannt und man erreicht dort so eher eine
Schichtung der Luft, sodass die Luft auf den unteren Bänken für Kinder und Untrainierte besser geeignet ist.


Größere Saunaanstalten bieten neben der Aufguss-Sauna noch eine Trockensauna (auch Sahara-Sauna genannt) mit
höherer Temperatur, geringerer Luftfeuchtigkeit und ohne Aufguss.


Die Saunierenden sitzen oder liegen in der Saunakabine unbekleidet. Um Verunreinigungen zu verhindern, legt man ein
großes Handtuch unter den Körper, das den Schweiß auffängt (im Heimatland der Sauna, Finnland, werden auch oft
Leinentücher, Einmalunterlagen oder oft gar keine Unterlagen verwendet, da halbwarme feuchte Handtücher oft als
unhygienisch empfunden werden).


Auf den insgesamt acht- bis 15-Minuten-Aufenthalt in der Saunakabine folgt zunächst eine kurze Abkühlphase, an der
frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher wieder abkühlen;
dieses Luftbad sollte vor dem Kaltduschen genommen werden.

 


Es folgt ein kaltes Abduschen des Schweißes, ein kaltes Bad kann dem Schwallguss folgen, oder ein Guss mit
kaltem Wasser (Kaltduschen): Entweder in einer (Schwall-) Dusche, einem Tauchbecken, einem Fluss, See oder -
falls vorhanden - durch Wälzen im Schnee oder Abreiben mit gestoßenem Eis.


Anschließend sucht man zur Erholung einen Ruheraum auf; dabei kann ein individuell unterschiedlich starkes
Nachschwitzen einsetzen. Medizinisch sinnvoll sind in der Abkühlphase warme Fußbäder, auch um dem
Nachschwitzen entgegen zu wirken.


In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur mit mindestens viertelstündigen Pausen zwei- bis dreimal; mehr als
drei Saunagänge bewirken i. d. R. keinen höheren Nutzen, können jedoch stark ermüden. In öffentlichen Saunabädern
werden in regelmäßigen Abständen Aufgüsse durchgeführt.


Eine empfehlenswerte Einteilung des Saunabesuchs liegt bei

etwa 8 bis 15 Minuten Schwitzphase,
etwa 15 Minuten Abkühlphase und
etwa 15 Minuten Ruhephase.


Diese Angaben können jedoch nur als erste Orientierung dienen, jeder Saunabesucher muss seinen eigenen
Rhythmus finden. Jeder Tag ist ein anderer, oberste Richtlinie ist die eigene Empfindung. Unerfahrene Saunagänger
sollten sich an einen Betrieb mit einem Saunameister wenden.
 

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